Designermöbel im Wohnzimmer

Im Wohnzimmer von heute werden vergangene Zeiten wieder lebendig. Retro ist Trend, Stühle und Schränke aus den fünfziger bis siebziger Jahren sind gefragt wie lange nicht.

Jetzt haben Designer in Hamburg, Dortmund und Berlin das alte Möbel und eine Marktlücke entdeckt: Sie machen Sperrmüll schick. Das Küchenbüfett von Oma, die kleine Kommode vom Dachboden oder der wackelige Stuhl aus dem Keller – was andere achtlos wegwerfen, wird von ihnen frisch aufgemöbelt und verkauft.

Wenn ein altes Möbel bearbeitet witd, schauen wir zuerst, was daran schön ist und was man hervorheben sollte. Wir überlegen, wie wir das Stück in unsere Farbkollektion einarbeiten können.
Architekten setzt mit ihrem Möbelladen auf Design mit Geschichte. Sie wollen alte Möbel nicht klassisch aufarbeiten, so dass sie danach so aussehen wie vorher. Sie geben ihnen ein neues Aussehen und Leben. Zum Beispiel wurde einem alten Kleiderschrank ein Rosenmuster verpasst. Und der Tisch glänzt mit einer längsgestreiften Tischplatte in verschiedenen Farbtönen.

Im Trend liegen die alten Möbel allemal. Die Retro-Welle habe ihren Höhepunkt noch lange nicht erreicht (Verbandes der Deutschen Möbelindustrie in Bad Honnef) : Es ist die Sehnsucht nach dem Lebensgefühl einer bestimmten Zeit. Junge Menschen erinnern sich vielleicht gerne an ihre Kindheit und wollen so wohnen wie ihre Eltern damals. Andere verbinden mit den Siebzigern Werte wie Freiheit und Selbstverwirklichung.

Das Ambiente der wirkt frisch. Kein Mief umweht die alten Stücke. Manchmal muss man sehr genau hinsehen, um das wahre Alter der Unikate zu erraten. Ganze Wohnkonzepte werden von den Inhabern entwickelt, neben den Möbeln werden auch passende Stoffe und Accessoires verkauft. Die Kundschaft bestehe aus jungen und jung gebliebenen Menschen, die kreativ und trendbewusst veranlagt seien. Die Einzelstücke erfüllen zudem den Wunsch nach mehr Individualität: Heute wollen die Meschen keine fertigen Produkte kaufen, wo alles zusammenpasst, sondern einzelne schöne Stücke, die sie individuell zusammenstellen.

Aufgemöbelte Unikate gibt es auch bei Ecomöbel, einem Pilotprojekt in Dortmund, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Ausgehend von dem Gedanken, dass von den sieben Millionen Tonnen aussortierter Möbel nur etwa fünf Prozent weiterverwendet werden, hat man dort vor zwei Jahren damit begonnen, Dachbodenfunde und Kellerhüter zu sammeln. Diese werden ökologisch sowie zum Teil auch modern und ausgefallen aufgearbeitet.

Mann arbeitet bewusst mit Künstlern und Kreativen zusammen, die die Möbeln eine ganz besondere Note geben. Beispielsweise besprühen Graffiti-Künstler Schränke und Klaviere mit ausgefallenen Motiven. Eine Tischlerin bezieht Schranktüren mit grellen Stoffen. Ein anderer lässt aus unbrauchbaren Schubladen völlig neue, originelle Kommoden entstehen. Die Idee zum Schubladenschrank hatte eine Kundin. Wunschmöbel auf Bestellung sind keine Seltenheit.

Moderne Desigermöbel kann sich jeder kaufen. Das Besondere an den Möbeln ist, dass es keine zwei gleichen Stücke gibt. Zu kaufen gibt es die Stücke zu moderaten Preisen.

Man schätzt die alten Möbel nicht nur wegen ihrer interessanten Geschichte, sondern auch wegen ihrer Qualität: Sie sind viel besser verarbeitet und halten auch viel länger, sagt eine Filmausstatterin aus Berlin. Das bringe zunehmend auch Kunden auf die Idee. Junge Leute, die gut und originell wohnen wollen und die merken, dass man dafür nicht viel mehr Geld ausgeben muss als bei Ikea kaufen solche Möbel.

Sessel, Sofas, Lampen, Tische kauft man auf Flohmärkten und bei Haushaltsauflösungen. Es ist immer wieder spannend, zu sehen, wo das Möbelstück herkommt, welche Geschichte es hat. Zum aufwendigen Restaurieren der Möbel fehlt jedoch aber die Zeit. Ständig muss man für Nachschub sorgen.

Designermöbel im Wohnzimmer
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